Rückblicke 2009

72stunden-Aktion blieb nicht ohne Folgen …

"Uns schickt(e) der Himmel"

Von Donnerstag bis Sonntag; vom 07. bis zum 10. Mai; 72 Stunden lang hieß es, mit anpacken bei der großen katholischen deutschlandweiten Jugend-Sozialaktion 2009.
Knapp 50 Jugendliche aus unseren drei Leiterrunden, den Messdienergemeinschaften, dem letzten Firmjahrgang und der Erich-Klausener-Schule beteiligten sich an der Aktion der Pfarrgemeinde St. Antonius.

Am Donnerstag trafen sich die ersten ab 15.55 Uhr im KPH zum 72minütigen Countdown – die ersten Vorbereitungen waren bis dahin natürlich schon gelaufen: Ansprechen von Sponsoren zur Beschaffung der benötigten Arbeitsmaterialien und Sicherstellung der Verpflegung während der Arbeitstage, vorab Hilfe holen bei Menschen mit dem nötigen Know-how und Zusammensuchen von Arbeitsgeräten wie Schaufeln, Schubkarren, Harken etc. Um 17.07 Uhr fiel dann der offizielle Startschuss zur Aktion. Dazu trafen wir uns mit den Aktionsgruppen aus Maria-Heimsuchung und Westerholt vor dem Glashaus. Jede Gruppe stellte dort ihr Projekt vor und der offizielle Song zur Aktion „Hunderttausend und wir“ wurde eingespielt. Dechant Mertens, der die Patenschaft übernommen hatte, sowie Herr Forst, als Vertretung für unseren Schirmherrn Bürgermeister Uli Pätzel, hielten je eine kurze Ansprache, in der sie das Engagement der Jugendlichen lobten und ihnen für ihre Aktion viel Spaß und vor allem Erfolg wünschten. Punkt 17.07 Uhr ließen die Teilnehmer 72 blaue und grüne Ballons gen Himmel steigen. Mit einem Segen für alle Helferinnen, Helfer und alle anderweitig Beteiligten machten wir uns dann an die Arbeit - buchstäblich vom Himmel geschickt. Nun lief die Uhr. 72 Stunden zur Verwirklichung unseres Projektes lagen vor uns!
Unser Projekt bestand darin, das Außengelände des Wohnheimes der AWO an der Kaiserstraße weiter auszu-gestalten und wieder auf Vordermann zu bringen: Rasen mähen, Unkraut jäten, Fugen der Wege und Terrassenflächen vom Moos befreien, Errichten einer Pergola, Anlegen von Hochbeeten, Pflanzen von Blumen, Sträuchern und Kräutern und das alles natürlich unter Einbindung der Hausbewohner-innen und –bewohner, die je nach Art ihrer Behinderung verschiedene Aufgaben übernehmen konnten.
Am Donnerstag starteten wir mit einer Grundstücksbege-hung. Ab Freitag legten wir dann richtig los. Wir arbeiteten in Schichten, dennoch war die Koordination der vielen Arbeiter nicht einfach und ein leichtes Chaos begleitete uns. Viele Ideen, vielfältige Talente, hohe Arbeitsbereitschaft und enormer Fleiß brachten unser Projekt aber doch stetig voran. Der erkennbare Fortschritt und der Erfolg spornten die Jugendlichen an. Auch Dank des sommerlichen Wetters und der guten Verpflegung bereitete die Gartenarbeit allen Mitwirkenden viel Freude. Außerdem entwickelten sich beim gemeinschaftlichen Arbeiten und Essen neue Bekannt- und Freundschaften – zwischen jugendlichen Teilnehmern aus verschiedenen Gruppen ebenso, wie zwischen Hausbe-wohnern und Helfern.

Als Resümee kann man daher sagen, dass die Aktion auf zwei Ebenen erfolgreich war und Früchte tragen wird: Zum einen hat die Hausgemeinschaft an der Kaiserstraße nun einen Garten, der „in neuem grün erstrahlt“, mit einer Pergola zum Grillen einlädt und dank der Hochbeete auch Rolli-Fahrern das Pflegen von Pflanzen und Kräutern ermöglicht und zum anderen ist eine Kooperation entstanden zwischen dem AWO-Wohnheim und der gemeindlichen Jugendarbeit. So besuchen beispielsweise einige Firmlinge das Haus, um gemeinsam mit einer Wohngruppe zu kochen und zu essen und auch auf ‚Rock am Berg‘ (24.10.2009) freuen wir uns in diesem Jahr besonders und hoffen, dass wir viele Freunde aus der AWO-Wohnstätte dort wiedertreffen.
Mit dem letzten Satz möchte ich nun noch einmal allen ganz herzlichen Dank sagen, die mitgeholfen haben, dass diese Aktion so erfolgreich verlaufen konnte. DANKE!